THW-Jugend Kulmbach jüngste Wettkampfmannschaft schlägt sich tapfer gegen eine starke Konkurrenz aus den anderen Bezirken.

Die Kulmbacher THW-Jugend stellte beim 16. Landeswettkampf der THW-Jugend Bayern in mittelfränkischen Reinwarzhofen wieder einmal mehr ihr Können unter Beweis. Mit 460 von möglichen 484 Punkten und der Zeit von 1:47 belegte das Kulmbacher THW-Team für Oberfranken den 2. Platz hinter dem Sieger aus Karlstadt Unterfranken mit 472 Punkten und der Zeit von 1:59. Den 3. Platz belegte die Wettkampfmannschaft aus Nürnberg für Mittelfranken in einer Zeit von 1:59 mit 433 Punkten. Auf die Plätze 4 bis 7 kamen Simbach/Inn Niederbayern, Neunburg vorm Wald  Oberpfalz, Freising Oberbayern sowie Kempten Schwaben.

In Reinwarzhofen traten die Sieger aus den sieben Regierungsbezirken gegeneinander an. Der Wettkampf fand während des Landesjugendlagers statt. Mit der Premiere des ersten teilgeheimen Landeswettkampfes in Bayern, wurde ein neuer Maßstab gesetzt. Neun bekannte und vier im Vorfeld unbekannte Aufgaben galt es in zwei Stunden sauber, möglichst fehlerfrei und entsprechend aller Vorschriften abzuarbeiten.

Da sich das Zeltlager nahe der fränkischen Seenplatte befindet wählte man als roten Faden den Bau eines Tonnenfloßes, welches nur mit den Gerätschaften des THW-Gerätekraftwagen  (GKW 1) zu bauen war. Auf jeder Wettkampfbahn befand sich bereits vom Ausrichter eingebaut ein Fertigungsband über vier Docks, hergestellt aus Schalbrettern.

 Vor wenigen Wochen waren die bekannten Wettkampfaufgaben bekannt gegeben worden. Das Betreuungsteam unter der Leitung von Jugendbetreuer Lukas Theuer, Sabine Groß-Funke, Markus Rupprecht und Felix Erlmann hatte sich bestens vorbereitet.

 Es galt Im Dock 1 ein Tonnenfloß mit sechs Stahlfässern, Holmen, Tragstangen sowie Holzdielen, Leinen und Zurrgurten gemäß Vorgaben zu bauen. Des Weiteren musste ein Mehrzweckzug am GKW 1 positioniert werden, dessen Zugseil für das Weiterziehen des Floßes  auf dem Fertigungsband bestimmt war. Für das Einbringen der in der Holzbearbeitung zu fertigenden Sitzbank im Dock 2, musste ein Mastkran aus drei Steckleiterteilen, Lastseil, Umlenkrolle und Mehrzweckzug mit Zugseil gebaut werden. Für den Dreischichtbetrieb in der Werft hatte die Jugendgruppe hierfür das nötige an  Flutlichtstrahlern auf Stativen aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Voraussetzung richtige In- und Außerbetriebnahme des Stromerzeugers.

 Die Fertigstellung im Dock 3 umfasste das Befestigen der Sitzbank und des Mastfußes, sowie das Einbringen von Mast mit vorbereiteten Segel, dass bereits am Standort kreativ und aussagekräftig über Ortsverband und Region gestaltet werden musste. Bevor der Stapellauf im Trockendock erfolgte waren noch zwei Positionslichter Backbord- und  Steuerbordseitig am Bug richtig zu befestigen.    

 Kurz vor Wettkampfbeginn sind den Wettkampfgruppen die geheimen Aufgaben bekannt gegeben worden. Das Trockendock schließen und Leckage frei mit Folie abdichten und mittels Tauchpumpe und Strahlrohr Fluten. Aus vorgegeben sechs Koordinaten waren die Anlegestellen für die Jungfernfahrt zu ermitteln. Des Weiteren   galt es  einen  Verletzten  Werftarbeiter fachgerecht zu versorgen und diesen mittels Krankentrage und zusätzlicher Leinensicherung zu transportieren.

Mit dem Öffnen des Segels, das Einnehmen der Plätze auf Deck sowie der offiziellen Abschlussmeldung des Wettkampfbetreuers an den Bahnschiedsrichter wurde die Wettkampfzeit gestoppt.

 Bei der Siegerehrung waren dann alle Strapazen der Vorbereitung vergessen, denn man hatte als geschwächtes Kulmbacher Wettkampfteam mit der bayerischen Vizemeisterschaft nicht gerechnet.

Landesjugendleiter Thomas Sigmund lud die Kulmbacher THW-Jugendgruppe als jüngste Wettkampfmannschaft für ihre außerordentliche gute Leistung zum gemeinsamen Eis essen ein.

 17. Landesjugendzeltlager wie aus dem Lehrbuch

 Die 59 Jugendgruppen mit über 800 Teilnehmern verlebten bei herrlichsten Sommerwetter eine ereignisreiche Woche. Der Arbeitskreis Freizeit hatte für alle Teilnehmer sehr attraktive Angebote mit Workshops, Lagerolympiade, Disco, Lagerfeuer und Besichtigungen vorbereitet. Einen großen Eindruck bekam die Kulmbacher Jugendgruppe beim Besuch der Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg, der Werksfeuerwehr  von Audi und dem Audi-Museum in Ingolstadt sowie die Produktionsstätten  bei BMW in Regensburg. Viel Spaß hatte die Kulmbacher Gruppe auch am Monte Kaolino und bei der Kanutour  nähe Eichstätt.

 Stefan Eichner „das Eich“ Komiker und Entertainer aus Kulmbach, führte mit Witz und Showeinlagen durch den spannenden und sehr lustigen Spieleabend. Unter dem Motto „Schlag die Landesjugendleitung“ mussten sich in verschiedenen Disziplinen die Lagerteilnehmer  mit der Landesjugendleitung messen. Bei den Disziplinen Löffelkatapult und Kleberollen abrollen auf Zeit, zeigten die Kulmbacher THW-Jungsters der Leitung Moni, Siggi und Steffen wo der Hammer hängt und holten alle Punkte auf das Jugendkonto.

 Mit unvergesslichen Erinnerungen an eine wunderschöne Gegend ein super organisiertes Zeltlager, viele geknüpfte Freundschaften sowie die allerbesten Zeltlagereindrücke wird dem nächsten gemeinsamen Event in Neumünster, Schleswig Holstein entgegengefiebert.

 RoBa

 Der Kulmbacher Wettkampfgruppe gehören an:

Paul Altmann (11), Leon Frontzek  (13), Niclas Frontzek (13), Simon Fiedler (12)

Nichola Kleinheinz (14), Jakob Theuer (15), Marius Geuther (16), Benedikt Hombach (16)

Vanessa Ehrhardt (16)