26.11.2016

Kameradschaftsabend des Technischen Hilfswerks Kulmbach

Zum diesjährigen Kameradschaftsabend lud die Ortsverbandsführung des technischen Hilfswerk (THW) Kulmbach am vergangenen Samstag in das herausragende und schöne Ambiente der Tanzschule Barbic ein. Die Begrüßung der ehrenamtlichen THW-Helferinnen und Helfer mit ihren Partnern sowie den Gästen aus Politik der Polizei sowie den befreundeten Hilfsorganisationen und Verbänden übernahm der stellvertretende Ortsbeauftragte Christian Reinlein.   Bei seiner Ansprache wies der THW-Ortsbeauftragte Norbert Groß darauf hin, dass er mit dem Einsatzjahr 2016, 20 Jahre Ortsbeauftragter und den Ausblick 2017 seinen diesjährigen Bericht in drei Teile gegliedert hat. Des Weiteren stand die Ehrung zweier sehr engagierter ehrenamtlicher Helfer an. Mit den Helferzeichen in Gold wurden die Gruppenführer Marcel Rehhausen und Markus Rupprecht geehrt.   „Das Rahmenkonzept zur zukünftigen Ausrichtung des THW wurde jetzt öffentlich. Verschiedene Fachgruppen werden gestrichen dafür andere aufgebaut“, so Groß. Ab 2017 werden innerhalb von sechs Jahren 100 Mio. Euro für den bundesweiten Fuhrpark eingestellt. Über 620 überalterte Großfahrzeuge werden ersetzt. „Die Kulmbacher Fachgruppe behält ihren Radlader der durch einen gleichwertigen neuen Typ ersetzt werden soll“, so Groß weiter. Durch die Aufgestockten Haushaltsmittel werden ab 2017 bundesweit 170 Stellen eingestellt, die die Bundesanstalt THW in ihrer Struktur verändern. Auch in der THW Geschäftsstelle Hof wurden und werden noch Stellen geschaffen, die ihre zu betreuenden Ortsverbände entlasten sollen.   Im Ortsverband Kulmbach wurden bis Ende November rund 23000 Dienststunden geleistet. Davon fielen bei 119 Einsätzen 2016 rund 2600 Einsatzstunden an. Aktuell sind im THW Kulmbach 114 ehrenamtliche aktiv. Sie gliedern sich in 98 Helfer, 16 Helferinnen sowie 22 Junghelfer in der Jugendgruppe. Der Ortsverband Kulmbach weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, bleibt seinem Slogan treu „THW Kulmbach macht Werbung nur mit Tatsachen“, berichtet Groß stolz.   Der kürzlich abgehaltene Informationsabend brachte dem Ortsverband 4 neue Mitglieder in die hiermit jetzt auf 12 Personen angewachsene Grundausbildung. Die Impfvorschriften des THW konnten mit Nachdruck umgesetzt werden, somit hat der Ortsverband Kulmbach die höchste Einsatzbefähigung im THW Geschäftsführerbereich Hof. Im Bereich der Personalplanung übernahm im September Andreas Hock die Funktion des Zugführers des Technischen Zuges und löste Matthias Goletz ab. Die Funktion des Gruppenführers der 1. Bergungsgruppe übernahm Markus Rupprecht. Neuer Helfersprecher wurde Michael Mattes und als sein Stellvertreter Tim Ackermann. Die Funktion des Helfersprechers ist mit einem Betriebsrat gleichzusetzen. An dieser Stelle dankte Groß allen Helferinnen, Helfern und Funktionsträgern, die zu diesen herausragenden Leistungen ihren Teil dazu beigetragen haben.   In seinem 20-jährigen Rückblick als Ortsbeauftragter stellte Groß fest, dass sehr viele der jungen Einsatzkräfte nicht wissen, wie 1996 das THW in Kulmbach aussah. In dieser Zeit war eine stetige Bewegung in der Beschaffung und Aussonderung des Fuhrparkes aber auch der Geräteausstattung. Mit der Alarmierung, früher über die Polizei, ist das THW seit der Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle (ILS) in Bayreuth mit vielen Einsatzstichwörtern am Einsatzgeschehen beteiligt. Die im Januar 2000 eingeführte Musteralarmierung des THW Bayern in Kulmbach, bescherte den Ortsverband zusätzlich 15 Funkalarmempfänger sowie die Einführung des Helfer vom Dienst (HVD), der heute als Fachberater eine STAN-Stelle im OV-Stab bundesweit hat. Die Einsatzzahlen die 1996 bei zirka 12 bis 18 im Jahr lagen, stiegen kontinuierlich an und liegen jetzt zwischen 100 und 130 im Jahr. Verschiedenartige Netzersatzanlagen bis zu 400 KVA, ein Lichtmastfahrzeug, Sandsackfüllanlage Verkehrsleitanhänger und Leichtölflüssigkeitsabscheider sind nur ein Teil der Ausstattung für die örtliche Gefahrenabwehr (ÖGA) zur Unterstützung von Feuerwehr, Polizei und anderen Hilfsorganisationen. Ebenso haben gewisse neue Medien das THW erreicht. Mit E-Mail, SMS, WhatsApp und Handy-Alarmierung haben diese den sinnvollen Einzug in die THW-Welt gefunden und die Erreichbarkeit der Einsatzkräfte zusätzlich rund um die Uhr gewährleistet. „Vielen Dank an die verschiedensten Mitstreiter, ganz gleich ob sie aus dem eigenen Ortsverband, der THW Geschäftsstelle, dem Landratsamt, den Kameraden der Hilfsorganisationen, der Polizei besonders aber bei der Feuerwehr, die an meiner Seite dies 20 Jahre mitgegangen sind. Wir leben das vom Landrat Klaus-Peter Söllner viel zitierte – Kulmbacher Modell – weiter“, so Groß   Norbert Groß stellte bei seinem Ausblick auf 2017 einen möglichen Garagenneubau der BIMA in Aussicht. Aber es sind auch noch viele Fragen offen. Wie gestaltet sich das Rahmenkonzept für den Ortsverband Kulmbach und wird Leistung belohnt? Kommt Ersatz für überalterte Fahrzeuge, wird die Alarmierungsplanung überarbeitet und bleiben wir sinnvoll in der Einsatzplanung?   Grußworte Überbrachten der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann der den Landrat Klaus-Peter Söllner vertrat, Oberbürgermeister Henry Schramm sowie der stellvertretende Dienstellenleiter der PI Kulmbach Alexander Horn der auch die PI Stadtsteinach mit einschloss. Jörg Kunstmann lobte unter anderem das hohe Niveau auf dem das THW arbeitet. Hinter den Buchstaben THW steckt Ausbildung, Einsatzzahlen und Einsatzstunden, das kann man nur schwer abschätzen, was das für unsere Gesellschaft bedeutet. Bei unseren Kulmbacher Model sind Probleme einer guten Zusammenarbeit aller Rettungskräfte nicht vorhanden, die manche Landkreise haben und das macht uns sehr stolz. „Der Landkreis steht dem THW bei Anforderungen neuer Geräte und Ausstattung zur Seite. Jeder investierte Euro ist richtig angelegt“, so Kunstmann.   Henry Schramm betonte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit dem THW, die er seit der 90er Jahre schon als Sachgebietsleiter im Landratsamt pflegt. Er lobte die hervorragende Jugendarbeit die den Forstbestand des THW in Kulmbach sichert. „Die Sprengung des Sprungturmes im Kulmbacher Freibad zeigte einmal mehr die Zuverlässigkeit und Professionalität der THWler, das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis für eine hervorragend zusammengewachsene Gemeinschaft. Das wertvollste sind engagierte Menschen im Landkreis und das THW ist eine Institution die dafür steht“, so Schramm.   PHK Alexander Horn von der PI-Kulmbach der seinen Kollegen PHK Marco Gottesmann von der PI-Stadtsteinach in sein Grußwort mit einschloss dankte dem THW für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Einsatzkräfte werden weitaus mehr gefordert als früher, die Einsätze sind auch umfangreicher geworden, daher ist ein gutes Miteinander immer wichtiger.   In seinem Schlusswort dankte Ortsbeauftragter Norbert Groß allen seinen Einsatzkräften für ihre eingebrachte Leistung und deren Partnern für ihr THW-Verständnis.   Ronny Baumüller     Bild THW Von links nach rechts: Stellv. Ortsbeauftragter Christian Reinlein, PHK Marco Gottesmann, stellv. Landrat Jörg Kunstmann, Oberbürgermeister Henry Schramm, Doreen Blumer, PHK Alexander Horn, Markus Rupprecht, Marcel Rehhausen, Ortsbeauftragter Norbert Groß, Bürgermeister Frank Wilzok


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