Kulmbach, 23.01.2018

Das THW Kulmbach hat einen neuen Dienststellenleiter

Christian Reinlein löst Norbert Groß als Ortsbeauftragter ab

Bei einer Feierstunde im großen Sitzungssaal des Kulmbacher Landratsamtes vollzog der THW-Landesbeauftragte für Bayern Dr. Fritz-Helge Voß den Stabwechsel. Unter Beisein vieler geladener Gäste führte Dr. Voß den 34-jährigen Christian Reinlein feierlich in sein Amt ein und verabschiedete Norbert Groß, der das Amt des Ortsbeauftragten 21 Jahre lang ausübte. Für seine großen Verdienste erhielt Groß aus den Händen des Landesbeauftragten die Ehrenplakette der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

Landrat Klaus-Peter Söllner hob in seiner Festansprache das „Kulmbacher Modell“ besonders hervor. „Nicht überall ist diese enge und zielführende Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei sowie aller Hilfsorganisationen unseres Landkreises über mehrere Jahrzehnte eine Selbstverständlichkeit“ so Söllner. Hier hat sich Norbert Groß in seiner 21- jährigen Amtszeit als Ortsbeauftragter ganz besonders für dieses Erfolgsmodell eingesetzt und hervorragend gearbeitet“, berichtet Söllner weiter. Groß der 1981 in das THW eintrat, 1990 die Funktion des Zugführers übernahm und dann 1996 zum Ortsbeauftragten berufen wurde, stand immer der Gedanke Menschen zu helfen im Vordergrund. Für sein großes Engagement und seiner hervorragenden Arbeit die er über Jahrzehnte leistete, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Es ist nur verständlich, wenn jetzt die Neuausrichtung von Norbert Groß künftig seiner Familie und seiner Firma gehört“, meint Landrat Söllner.

Der Landesbeauftragte Dr. Fritz-Helge Voß machte in seiner Ausführung deutlich, dass sich 1994/95 die Frage stellte „braucht man noch einen Zivilschutz und somit auch ein THW“. In dieser unsicheren Zeit hat Norbert Groß 1996 die Verantwortung übernommen und mit seiner Mannschaft das THW in Kulmbach nach den neuen Bedürfnissen mitgestaltet und Verantwortung übernommen. Leider stehen zunehmende Naturkatastrophen, schwere Unglücke aber auch die Terrorbedrohung immer mehr im Fokus der Nachrichten. Hier ist Norbert Groß und Christian Reinlein ihrer weitsichtigen Führung aber auch der Bewerkstelligung neuer Einsatzoptionen zu verdanken, dass ihr Ortsverband zu den besten in ganz Bayern zählt. Bei der Verleihung der Ehrenplakette gab Voss unter anderem einen Einblick in das beachtliche Wirken von Groß. Mit der Grundausbildung, den Führungsaufgaben Truppführer und Gruppenführer der Gerätegruppe sowie Sprengberechtigter übernahm er 1990 in der Funktion des Zugführers den Bergungszug in Kulmbach. Mit vielen Fach- und Führungslehrgängen erwarb sich Groß ein Hohes Maß an Fachwissen, das er in vielen Arbeitsgruppen auf Landesebene aber auch als Gastausbilder an den Schulen in Geretsried und Heyrothsberge einbrachte und sich dadurch hohes Ansehen erwarb. Groß steht dem THW Kulmbach weiterhin als stellvertretender Ortsbeauftragter zur Verfügung.

In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Henry Schramm, er sei froh, dass es Menschen gibt die helfen und rund um die Uhr da sind, wenn man sie braucht. Leute wie Norbert Groß und Christian Reinlein stehen nicht nur für eine Schutzfunktion, es ist auch für sie eine gesellschaftliche Aufgabe. Das THW ist eine Organisation in der Jugendliche hervorragend aufgehoben sind. Hier lernen sie gute Zusammenarbeit und haben obendrein noch eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Jeder investierte Euro in diese Organisation trage dazu bei, dass die Gesellschaft ein wenig besser wird.

Der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Kulmbach Peter Hübner bekräftigte die sehr gute Zusammenarbeit mit Norbert Groß und Christian Reinlein. In der Gefahrenabwehr von neuralgischen Punkten in Kulmbach ist für mich auch das THW sicherlich ein wichtiger Gesprächspartner.

Kreisbrandrat Stefan Härtlein der in seinem Grußwort alle seine Feuerwehrführungskräfte mit einschloss, dankte Groß und Reinlein für das kameradschaftliche Miteinander. Er betonte, dass manche größere Feuerwehrübung ohne das THW in Kulmbach nicht möglich wäre. Bei Feuerwehreinsatzübungen mit dem gewissen Bums, Rauch und den notwendigen Einsatzzubehör ist das Kulmbacher THW unverzichtbar. „Für diese immerwährende sehr gute Zusammenarbeit danke ich voran Norbert Groß und Christian Reinlein sowie allen ihren Helferinnen und Helfern“, so Härtlein.

Bei seiner Rede sagte Norbert Groß unter anderem „Ich wollte etwas bewegen, in einer besonderen Organisation wie dem THW Menschen zu helfen, war für mich eine Herausforderung“.

Christian Reinlein der dem THW Kulmbach seit 2002 angehört ist kein unbekannter. In seiner Rede bekräftigte er, die neuen Herausforderungen in seinem Ortsverband anzugehen und nötige Baumaßnahmen umzusetzen. Sein Ziel ist es, seine Helferinnen und Helfer zu motivieren und zu begeistern, sowie die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Verbänden auszubauen.  

Komplettiert wird das Führungstrio durch Jennifer Baumüller die ebenfalls zur stellvertretenden Ortsbeauftragten berufen wird. Mit dem Eintritt ins THW im Jahr 1997 begann sie bereits als Junghelferin im Alter von 12 Jahren, sich aktiv am THW-Leben zu beteiligen. Nach Abschluss ihrer Grundausbildung 2003 engagierte sie sich zunächst als Bergungshelferin im Technischen Zug des Ortsverbandes bevor sie von 2009 bis 2011 die Jugendgruppe mit unterstützte. Seit 2011 war sie als Verwaltungsbeauftragte an der Seite von Christian Reinlein tätig und setzte nicht nur Vorgaben um sondern brachte sich konstruktiv in Entscheidungsprozesse ein. Jennifer Baumüller ist die erste Frau in der Geschichte des THW Kulmbach die diese Position begleiten wird.

 

Ronald Baumüller

 

Alle Bilder: Quelle THW

 

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Von links: Leiter THW-Regionalstelle Hof Rüdiger Maetzig, Landrat Klaus-Peter Söllner, THW-Landesbeauftragter Dr. Fritz-Helge Voß, Caroline und Norbert Groß, Oberbürgermeister Henry Schramm und Christian Reinlein.

 

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Von links: Norbert Groß und Kreisbrandrat Stefan Härtlein

 

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Von links: Norbert Groß, Dr. Fritz-Helge Voß und Christian Reinlein

 

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Von links: Landesbeauftragter Dr. Fritz-Helge Voß, Caroline und Norbert Groß.

 


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