Kulmbach, 18.11.2018

THW-Jugendgruppe Kulmbach im Einklang mit der Natur

Gemeinsame Aktion der Minis mit der Jugend bringt 35 Nistkästen für den Spitalwald

Gegenseitiges Verständnis und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Schwächeren zu stärken, sowie ein Beitrag zum Tier- und Naturschutz zu leisten, war das Ziel der gemeinsamen Nistkasten-Aktion der Sechs- bis Neunjährigen Kinder in der Minigruppe und der 10 bis 17-jährigen Jugendlichen in der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) Kulmbach.  

Bereits in der Unterkunft des THW-Ortsverbandes werkelten, sägten, bohrten und hämmerten die rund 60 aktiven Kinder und Jugendlichen und bauten im Vorfeld 35 Nistkästen. Unterstützt wurden sie durch einige Fachhelfer aus dem Technischen Zug. „Wir stellten dabei fest, dass doch einiges beim Bau von Nistkästen zu beachten ist. Die passende Lochgröße und wetterbeständiges Holz, am besten von der Lerche, denn dieses wird nicht so schnell morsch, ist genauso wichtig wie sägeraues Holz, an dem sich die Vögel besser festhalten können. Des Weiteren benötigt der Nistkasten auch eine geeignete Reinigungsklappe“, gab die Verantwortliche der Minis Martina Rupprecht zu verstehen.

Zusammen mit Stadtförsterin Carmen Hombach trafen sich am Sonntagvormittag den 18. November die Mitglieder der THW-Jugend Kulmbach mit ihren Eltern, Geschwistern und den verantwortlichen Betreuern am Kulmbacher „Trimm-Dich-Pfad“ um ihre selbstgebauten Nistkästen fachgerecht aufzuhängen. Eingangs erzählte die Stadtförsterin einiges über die Natur im Allgemeinen, den Waldtieren, vor allem aber über unsere heimischen Vögel, dass auf sehr großes Interesse aller Teilnehmer stoß. „Die Försterin hatte sogar einen alten Nistkasten zum Anschauen dabei, in dem ein Nest mit einem leeren Ei einer Meise war“, berichtet Sinah von den Minis begeistert. Junghelfer Jannis spontan: „Wir haben auch erfahren, wann die Brutzeit der Vögel ist, wie sie ihre Nester bauen und wie die Lebensweise der Meisen sowie ihre Nahrungsaufnahme ist“. Carmen Hombach gab auch zu verstehen, dass beim Reinigen der Nistkästen Vorsicht geboten ist. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich nach einer gewissen Zeit auch Siebenschläfer einnisten. Deshalb soll man immer erst vor dem Reinigen Klopfen und Lauschen, ob nicht einer herauskrabbelt“, entgegnete Junghelferin Amelie.     

Stadtförsterin Carmen Hombach erklärte die Notwendigkeit der Nistkästen und was beim Anbringen zu beachten ist. „Wir müssen sie mindestens auf die Augenhöhe eines Erwachsenen anbringen, nach Süden ausrichten und einen Abstand untereinander von zirka 15 Metern einhalten“, sagte Collin von der Jugend. „Und wir durften uns selbst einen geeigneten Baum aussuchen an dem wir dann unseren eigenen Nistkasten festmachen konnten“, erwiderte Lea selbstbewusst von den Minis.    

Ein sehr positives Fazit zogen die Verantwortlichen der Kulmbacher Jugendgruppe mit den Betreuern Jacqueline Baumüller, Martina Rupprecht, Dorothee Schorsch und Lukas Theuer. Es war eine sehr gelungene Aktion sowie ein lehrreicher Vormittag, der die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern begeistert hat. Alle Aktiven der THW-Jugendgruppe Kulmbach haben sich gefreut, etwas sinnvolles und für die Natur Wertvolles gebaut und ihr eigenes Wissen dabei erweitert zu haben. Großer Dank der Verantwortlichen galt Stadtförsterin Carmen Hombach für ihre immerwährende Unterstützung.

Ronny Baumüller

Bild: THW

Ein Teil der Kulmbacher THW-Jugend mit ihren Betreuern

ganz links: Jacqueline Baumüller, 3. von links Vanessa Karbe, 4. von links Stadtförsterin Carmen Hombach,

ganz rechts Martina Rupprecht, 2. von rechts Fachhelfer Florian Schneider, 

3. von rechts Susanne Fiedler.

 


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